
“Um den gewohnten Lebensstandard auch im Alter zu sichern, ist eine frühzeitige Pensionsplanung, idealerweise fünf bis zehn Jahre vor der Erwerbsaufgabe, heute wichtiger denn je.”
Pensionierungsexperte
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Die Pensionierung stellt einen der bedeutendsten Einschnitte im Leben dar. Insbesondere für Frauen in der Schweiz hat sich die Ausgangslage durch die Reform AHV 21 grundlegend verändert. Um den gewohnten Lebensstandard auch im Alter zu sichern, ist eine frühzeitige Pensionsplanung, idealerweise fünf bis zehn Jahre vor der Erwerbsaufgabe, heute wichtiger denn je.
Mit der Reform AHV 21 wurde das bisherige «ordentliche Rentenalter» durch den Begriff «Referenzalter» ersetzt. Dieses beschreibt den Zeitpunkt, ab dem die AHV-Rente ohne Kürzungen oder Zuschläge bezogen werden kann.
Frauen der Jahrgänge 1961 bis 1969 gehören zur sogenannten Übergangsgeneration und erhalten finanzielle Kompensationen für die längere Erwerbsdauer:

Die Reform bringt eine neue Flexibilität beim Altersrücktritt, die sowohl die AHV als auch die Pensionskasse umfasst.
Die private Vorsorge wird für eine solide Pensionsplanung immer zentraler, da Frauen statistisch gesehen oft geringere Renten aus der 2. Säule beziehen.
Frauen in der Schweiz beziehen im Durchschnitt eine um rund ein Drittel geringere Altersrente als Männer. Gründe hierfür sind oft Erwerbsunterbrüche für Sorgearbeit, Teilzeitpensen oder tiefere Löhne. Da Frauen zudem eine durchschnittlich vier Jahre höhere Lebenserwartung haben, muss das Kapital über einen längeren Zeitraum ausreichen. Eine eigenständige Vorsorgeplanung, die nicht allein auf der Rente des Partners basiert, ist daher essenziell.
Bei Ihrer Planung sollten Sie zwei wesentliche Faktoren berücksichtigen, die ab 2026 greifen:
Eine erfolgreiche Pensionsplanung in der Schweiz erfordert konkrete Schritte: Erstellen Sie ein realistisches Budget für die Zeit nach der Pensionierung, prüfen Sie Ihre Rentenansprüche und entscheiden Sie rechtzeitig zwischen Rentenbezug, Kapitalbezug oder einem Mix in der Pensionskasse.
Möchten Sie sicherstellen, dass Ihre Vorsorgestrategie optimal auf die neuen Gesetze abgestimmt ist? Kontaktieren Sie uns für eine professionelle Beratung zu Ihrer Pensionsplanung.
Das Referenzalter für Frauen wird ab dem 1. Januar 2025 schrittweise um drei Monate pro Geburtsjahrgang angehoben. Für den Jahrgang 1961 liegt es bei 64 Jahren und 3 Monaten, für den Jahrgang 1962 bei 64 Jahren und 6 Monaten und für den Jahrgang 1963 bei 64 Jahren und 9 Monaten. Ab dem Geburtsjahrgang 1964 gilt für alle Frauen in der Schweiz einheitlich das Referenzalter 65.
Frauen der Jahrgänge 1961 bis 1969 erhalten als Ausgleich für die Erhöhung des Rentenalters spezifische Massnahmen. Wer die Rente nicht vorzeitig bezieht, erhält einen lebenslangen monatlichen Rentenzuschlag von bis zu 160 Franken, dessen Höhe vom Jahrgang und dem durchschnittlichen Einkommen abhängt. Dieser Zuschlag wird bei der Berechnung von Ergänzungsleistungen nicht als Einnahme angerechnet.
Ja, ein Vorbezug der AHV-Rente ist weiterhin möglich. Frauen der Übergangsgeneration können ihre Rente bereits ab 62 Jahren beziehen, für alle anderen liegt die Grenze bei 63 Jahren. Neu ist zudem, dass die Rente flexibel in Teilbeträgen zwischen 20 % und 80 % bezogen werden kann. Beachten Sie jedoch, dass ein Vorbezug zu einer lebenslangen Kürzung der Rente führt, wobei für die Übergangsgeneration reduzierte Kürzungssätze gelten.
Die Reform bietet neue Instrumente zur Optimierung der Vorsorge. Ab 2026 können verpasste Einzahlungen in die Säule 3a bis zu zehn Jahre rückwirkend nachgezahlt werden, sofern in den betreffenden Jahren ein AHV-pflichtiges Einkommen erzielt wurde. Zudem können Personen, die über das Referenzalter hinaus arbeiten, ihre AHV-Rente durch weitere Beitragszahlungen aufbessern und so bestehende Beitragslücken schliessen, bis die Maximalrente erreicht ist.
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