
“Nicht dem Zufall überlassen: Schritt für Schritt zur früheren Pension in der Schweiz.”
Pensionierungsexpertin
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Die berufliche Vorsorge ist eine tragende Säule der Altersvorsorge in der Schweiz. Doch die Aussichten für künftige Rentnerinnen und Rentner haben sich in den vergangenen Jahrzehnten massiv verändert. Aktuelle Daten zeigen eine deutliche Abwärtsentwicklung bei den zu erwartenden Leistungen aus der zweiten Säule. Wer seinen Lebensstandard im Alter halten möchte, sollte sich daher frühzeitig mit der Pensionsplanung auseinandersetzen.
Die Leistungen der Pensionskassen sind über die letzten zwei Jahrzehnte markant gesunken. Ein konkretes Rechenbeispiel verdeutlicht das Ausmass: Im Jahr 2002 konnte eine 55-jährige Person mit einem Jahreseinkommen von 120’000 Franken noch mit einer jährlichen Rente von 50’200 Franken rechnen. Heute liegt die Erwartung für dieselbe Ausgangslage bei lediglich 30’100 Franken. Dies entspricht einem Rückgang von 40 Prozent.
Für diese Entwicklung sind primär zwei Faktoren verantwortlich:
Diese Rahmenbedingungen haben die Pensionskassen dazu gezwungen, ihre Umwandlungssätze schrittweise zu senken, was unmittelbar zu tieferen monatlichen Renten führt.

Trotz der schwierigen Marktlage gibt es Möglichkeiten, den Rückgang der Pensionskassen-Renten abzufedern. Viele Vorsorgeeinrichtungen haben Massnahmen ergriffen, um das Rentenniveau zu stabilisieren. Dazu gehören etwa erhöhte Sparbeiträge oder gezielte Zuschüsse, die dazu führen, dass bis zum Zeitpunkt der Pensionierung mehr Kapital angespart wird.
In diesem Beispiel wird deutlich, wie sich sinkende Umwandlungssätze konkret auf die spätere Rente auswirken können – und wie Sie aktiv gegengesteuern können. Ausgangspunkt ist eine Person, deren zu erwartende Pensionskassenrente über mehrere Jahre unter Druck gerät. Ohne zusätzliche Massnahmen hätte sich die jährliche Rente spürbar reduziert. Durch freiwillige Einkäufe in die Pensionskasse gelingt es jedoch, das Altersguthaben zu erhöhen und die Renteneinbusse nicht nur auszugleichen, sondern die finanzielle Situation im Ruhestand sogar zu verbessern.
Angenommen, eine Arbeitnehmerin hätte ohne zusätzliche Einzahlungen innerhalb von zehn Jahren einen Rückgang ihrer jährlichen Rente um rund 9 % auf 41’200 Franken hinnehmen müssen. Durch gezielte Einkäufe in die Pensionskasse in Höhe von insgesamt 78’500 Franken konnte sie ihr Alterskapital erhöhen und ihre prognostizierte Jahresrente auf etwa 46’000 Franken steigern. Das Beispiel zeigt, wie wirkungsvoll solche Massnahmen sein können, wenn sie frühzeitig geplant werden.

Um die eigene Situation richtig einschätzen zu können, ist eine detaillierte Bestandsaufnahme unerlässlich. Wichtige Informationen hierzu liefern der aktuelle Vorsorgeausweis sowie das Reglement der eigenen Pensionskasse.
Im Rahmen einer umfassenden Pensionsplanung in der Schweiz sollten folgende Punkte geprüft werden:
Eine der folgenreichsten finanziellen Entscheide im Leben ist die Frage, wie das angesparte Pensionskassenguthaben bezogen werden soll: als lebenslange Rente, als einmalige Kapitalauszahlung oder als Kombination aus beidem. Da dieser Entscheid nach dem Rentenantritt in der Regel nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, ist eine sorgfältige Abwägung der Vor- und Nachteile entscheidend.
Die sinkenden Rentenleistungen verdeutlichen, dass eine rechtzeitige und professionelle Vorbereitung auf den dritten Lebensabschnitt heute wichtiger ist denn je. Nur wer seine Zahlen kennt und die verfügbaren Optionen versteht, kann die richtigen Weichen für eine finanziell abgesicherte Zeit nach dem Erwerbsleben stellen.
Möchten Sie sicherstellen, dass Sie optimal auf Ihre Pensionierung vorbereitet sind? Eine professionelle Beratung unterstützt Sie dabei, den Überblick zu behalten und individuelle Lösungen für Ihre Vorsorge zu finden.
Der Rückgang der Rentenleistungen hat primär zwei Ursachen: die lang anhaltende Tiefzinsphase und die steigende Lebenserwartung. Diese Faktoren setzen die Vorsorgeeinrichtungen unter Druck, da das investierte Kapital weniger Rendite abwirft und gleichzeitig über einen längeren Zeitraum ausbezahlt werden muss. In der Folge senken viele Pensionskassen ihre Umwandlungssätze, was direkt zu tieferen jährlichen Renten führt.
Um Ihre persönliche Situation zu prüfen, sind der aktuelle Vorsorgeausweis sowie das Reglement Ihrer Pensionskasse die wichtigsten Informationsquellen. Dort ist ersichtlich, wie Ihre Kasse auf die gesenkten Umwandlungssätze reagiert hat. Zudem wird empfohlen, die voraussichtliche AHV-Rente frühzeitig berechnen zu lassen, um mögliche Vorsorgelücken rechtzeitig zu erkennen.
Viele Vorsorgeeinrichtungen versuchen, den Rückgang durch gezielte Gegenmassnahmen abzufedern. Dazu gehören beispielsweise höhere Sparbeiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern oder zusätzliche Zuschüsse. Diese Massnahmen führen dazu, dass bis zum Zeitpunkt der Pensionierung mehr Kapital angespart wird, was die Rente trotz sinkender Umwandlungssätze stabilisieren hilft.
Die Wahl zwischen einer lebenslangen Rente, einer einmaligen Kapitalauszahlung oder einer Kombination aus beidem gilt als eine der wichtigsten finanziellen Entscheide im Leben. Da dieser Entscheid weitreichende und dauerhafte Folgen hat, sollte er auf Basis einer umfassenden Planung getroffen werden. Hilfsmittel wie Checklisten oder eine professionelle Beratung können dabei unterstützen, die Vor- und Nachteile individuell abzuwägen.
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