Budgetplanung für die Pensionierung: Die finanzielle Basis für den Ruhestand

Früher frei, finanziell sicher, Schritt für Schritt.»

Pensionierungsexpertin

veröffentlicht am

20. Mai 2026

Das Wichtigste in Kürze

Am Anfang jeder seriösen Planung für den dritten Lebensabschnitt steht das Budget. Die Gegenüberstellung der voraussichtlichen Ausgaben und der zukünftigen Einnahmen zeigt auf, ob die finanziellen Mittel ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard beizubehalten. Da viele Personen ihre monatlichen Ausgaben nicht im Detail kennen, bildet die systematische Erfassung der Kosten das Fundament für alle weiteren Entscheidungen. 

Warum das Budget das Fundament der Pensionsplanung bildet

Erst wenn Klarheit darüber herrscht, wie viel Einkommen pro Monat tatsächlich benötigt wird, lassen sich die richtigen Weichenstellungen für die Zeit nach dem Erwerbsleben vornehmen. Experten empfehlen hierbei ein zweistufiges Vorgehen: die parallele Führung eines Monats- und eines Jahresbudgets. 

 

Sobald die aktuellen Lebenshaltungskosten bekannt sind, sollten die Veränderungen abgeschätzt werden, die mit dem Übertritt in den Ruhestand einhergehen. Dabei zeigt sich regelmässig, dass bestimmte Ausgabenpositionen abnehmen, während andere an Bedeutung gewinnen. 

Kosten im Wandel: Was sich nach der Pensionierung ändert

Der Wegfall der Erwerbstätigkeit beeinflusst die Ausgabenseite massgeblich. Es ist wichtig, hierbei zwischen verschiedenen Lebensbereichen zu differenzieren. 

Sinkende Ausgaben im Ruhestand

Viele Kosten, die direkt mit dem Berufsleben verknüpft sind, fallen ganz oder teilweise weg. Dazu gehören: 

 

  • Berufsauslagen: Kosten für den Arbeitsweg, auswärtige Verpflegung sowie Berufskleidung entfallen. 
  • Versicherungsprämien: Da allfällige Kapitallebensversicherungen ausbezahlt werden und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen nicht mehr notwendig sind, fallen die Prämien weg und eventuelle Auszahlungen verbessern die Vermögenssituation. 
  • Wohnkosten: Manche Pensionierte ziehen in günstigere, pflegeleichtere Wohnungen um, andere reduzieren ihre Zinslast durch die teilweise oder vollständige Rückzahlung von Hypotheken. 

Steigende Ausgaben und unterschätzte Faktoren

Demgegenüber stehen Bereiche, in denen die finanzielle Belastung zunimmt: 

 

  • Freizeit und Hobbys: Die gewonnene Zeit führt oft dazu, dass in den ersten Jahren nach der Pensionierung deutlich mehr Geld für Reisen und Hobbys ausgegeben wird. 
  • Gesundheitskosten: Mit zunehmendem Alter können gesundheitliche Probleme zusätzliche Kosten verursachen. Zudem steigen die Prämien für Zusatzversicherungen der Krankenkasse, wie etwa für die private oder halbprivate Spitalabteilung. 
  • Steuern:  Zwar nimmt die reale Steuerbelastung oft ab, aber die relative (in Prozent) Belastung nimmt sehr oft zu. Dies liegt am Wegfall wichtiger Abzüge, wie etwa für die Säule 3a, Nachzahlung in die Pensionskasse, Schuldzinsen für Wohneigentum, Wegfall der Sozialabzüge für die Kinder (die sind dann oft schon selbständig und „ausgeflogen“) oder Wegfall der Berufsauslagen. 

Strategische Umsetzung und finanzielle Sicherheit

Die Budgetplanung dient als Dreh- und Angelpunkt für die gesamte Einkommens- und Vermögensplanung. Sobald der langfristige Bedarf ermittelt ist, kann die passende Anlagestrategie gewählt und die Liquidität sichergestellt werden. 

 

Dabei ist eine konservative Kalkulation ratsam: Planen Sie vorsichtshalber mit etwas höheren Ausgaben und niedrigeren Einnahmen. Es sollten zudem Reserven für Neuanschaffungen und Unvorhergesehenes vorgesehen werden, um finanzielle Engpässe zu vermeiden. Ein darauf aufbauender Finanzplan visualisiert schliesslich die Entwicklung von Einnahmen, Ausgaben und Vermögen über die Jahre hinweg. 

 

Ein zentraler Punkt in diesem Prozess ist zudem die Entscheidung, ob das Guthaben der Pensionskasse als lebenslange Rente oder als einmaliges Kapital bezogen werden soll eine Entscheidung mit weitreichenden finanziellen Konsequenzen. 

Fazit: Frühzeitig die Weichen stellen

Ein detailliertes Budget ist weit mehr als eine blosse Auflistung von Zahlen; es ist das Instrument, um die persönliche Freiheit im Alter abzusichern. Durch eine realistische Einschätzung der zukünftigen Einnahmen und Ausgaben gewinnen Sie die notwendige Sicherheit für Ihre Finanzplanung. 

Mit MyLifePlan optimal vorbereitet

Möchten Sie sicherstellen, dass Ihr Einkommen bis ins hohe Alter reicht? Eine professionelle Pensionsplanung hilft Ihnen, die komplexen Fragestellungen rund um AHV, Pensionskasse und Steuern optimal aufeinander abzustimmen. Starten Sie jetzt einen MyLifePlan Check, um Ihre individuelle Situation zu analysieren. 

So geht der MyLifePlan Check:

Füllen Sie den Fragebogen in nur wenigen Minuten aus
Erhalten Sie Ihren Pensionsplan mit Massnahmen zur finanziellen Optimierung
Lassen Sie sich in einem kostenlosen Erstgespräch von unseren Experten beraten

Häufig gestellte Fragen

Das Budget ist die Basis, um zu sehen, ob Ihre künftigen Einnahmen Ihre Ausgaben decken. Nur wenn Sie Ihren monatlichen Bedarf kennen, können Sie fundierte Entscheidungen zur weiteren Planung treffen.

In der Regel ist eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung nicht mehr nötig. Zudem werden Kapitallebensversicherungen meist fällig, wodurch die entsprechenden Prämienzahlungen wegfallen. 

Obwohl die Renteneinkünfte meist niedriger sind als das vorherige Erwerbseinkommen, fallen meist etliche steuerlich abzugsfähige Positionen weg.

Es wird empfohlen, bei der Budgetierung konservativ zu rechnen. Das bedeutet, höhere Ausgaben und Puffer für unvorhergesehene Ereignisse oder grössere Neuanschaffungen bereits vorab einzuplanen.